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Artikel geschrieben von Horst Edelmund Frischimporte dürfen auf keinen Fall sofort in den Bestand aufgenommen werden. Dafür muss vorher ein Quarantänekäfig vorbereitet sein. Quarantäne bedeutet räumliche Absonderung, also stellen wir den Käfig separat in einen Raum, der zur Genüge Licht und Temperatur hat. Wie soll nun dieser Käfig aussehen? Zuerst einmal nicht zu klein, möglichst mit Naturästen ausstaffieren, kein Grit, kein Sand, am besten mit Papier auslegen, damit man in der Anfangszeit den Kot beobachten kann. Kurz nachdem ich den Vogel eingesetzt habe, kann es vorkommen das der Kot wässerig aussieht, das hat nichts zu bedeuten, es beruht auf die Nervosität beim fangen. An Stelle von Sand und Grit gebe ich in extra Näpfen einen nicht zu feinen Mineralkalk sowie Heilerde, die man in jeder Apotheke bekommen kann. Ich nehme jetzt die Frage vorweg, warum kein Sand und Grit? Jetzt kann man auch gleich eine Kur gegen Würmer und Koczidiose machen. Wer nicht damit vertraut ist, sofort beim Tierarzt die nötigen Informationen einholen. Jede Aufregung des frisch angekommenen Vogels ist zu vermeiden, es muss darauf geachtet werden dass Futter und Wasser so angeboten werden, das sie vom Vogel sofort bemerkt werden. Nehmt euch Zeit den Vogel zu beobachten, trockenes Körnerfutter wird meistens nicht beachtet, der Vogel muss dieses erst kennen lernen, darum biete ich den Frischimporten zusätzlich halb reife Sämereien an, was meisten zum Erfolg führt. Nach zwei bis drei Wochen der Quarantäne kann ich dazu übergehen den Vogel in meinen Bestand einzugliedern, vorausgesetzt, das er keine krankhaften Erscheinungen zeigt. Das einsetzen sollte in den Morgenstunden geschehen, damit er sich besser an die anderen Insassen gewöhnt und die Futterplätze, Tränken und Abends einen Schlafplatz findet. In ein paar Tagen hat er sich an seine neue Heimat gewöhnt, aber wir sollten weiterhin gut beobachten, ob der Vogel sich an die neue Ernährung gewöhnt hat.
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