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Das Brutgeschehen
Artikel geschrieben von Horst Edelmund

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Brut verlangt von uns, daß wir die Vögel, die wir züchten wollen, genau betrachten. Sie müssen eine gute Kondition aufweisen, denn das Brutgeschäft verlangt viel Kraft und Energie. Ich setze voraus, daß kein Züchter ein krankes oder schwaches Tier zur Zucht ansetzt.

Auch Weibchen, die zu fett sind, darf man nicht gleich zur Zucht wählen, diese sollten vorerst in einen größeren Flug gegeben werden, damit etwas Fett abgebaut werden kann. Weibchen die zu fett sind, haben häufig unbefruchtete Eier. Wichtig ist aber auch, daß man den Vögeln genug Mineralien und Kalk verabreicht, das wirkt sich auf die Eibildung aus, denn zu dünne Eischalen können leicht zerbrechen. Wer nicht die Möglichkeit hat, in einem warmen Raum zu züchten, bei dem haben das Wetter und die Temperatur einen gewissen Einfluß auf die Befruchtung der Eier, denn bei zu kalter Witterung wird die Aktivität der Spermen herabgesetzt.




Die Meinungen gehen weit auseinander wenn es zu der Frage kommt, wann die Paare zur Zucht angesetzt werden sollten. Hier gibt es keine Mußvorschrift, das bleibt dem Züchter überlassen, der kennt seine Vögel am besten. Der zur Zucht ausgewählte Käfig sollte nicht zu klein sein, denn die Vögel sollen ja ihre Jungen darin aufziehen. Nistmaterial muß breitwandig angeboten werden, genau so ist es mit der Nestunterlage, da muß ich der Art entsprechend die richtige Größe wählen.

Wenn es zur Eiablage kommt und anschließend die Brut beginnt, darf es in den ersten Tagen zu keiner Störung kommen, damit die Eier keiner längeren Unterkühlung ausgesetzt werden, wenn das Weibchen zu lange vom Nest geht, wenn der Embryo erst entwickelt ist und selber im Ei eine gewisse Temperatur erzeugt, ist es nicht mehr so schlimm. Jetzt muß auch darauf geachtet werden, daß die Eier nicht voll Kot sind, denn lebende Eier haben eine poröse Eischale und müssen sauber sein, damit Kohlendioxyd entweichen und Sauerstoff eindringen kann. Wenn das Ei total verdreckt ist, stirbt der Embryo ab.

Ein Grund, das ein Embryo sich nicht voll entwickelt, könnte bedeuteten die Luftfeuchtigkeit im Zuchtraum ist zu niedrig. Wenn die Jungen endlich geschlüpft sind, muß ich beobachten ob auch vom Weibchen gefüttert wird. Sollte dieses nicht der Fall sein, bin ich gezwungen, die Jungen bei anderen Brutpaaren der gleichen Art unterzubringen. Dieses kommt meistens nur vor, wenn die Weibchen noch sehr jung sind.




Die Umwelt kann für Nestlinge ungünstig sein oder auch werden. Witterungsumschläge, Temperaturumschläge oder im Zuchtraum fällt die Heizung aus, dieses kann zum Abkühlen der Jungvögel führen und die unterkühlten Vögel sperren nicht, sie lösen somit bei den Alten keinen Reiz zum Füttern aus. Hier muß der Züchter schnell helfend eingreifen. Haben wir die Jungen soweit, daß sie ausfliegen, ist bei manchen Arten Vorsicht geboten. Vorsichtig an den Käfig herantreten, wenn die Jungen im Käfig wild umherfliegen, kann es zu Verletzungen führen. Sowie die Jungen anfangen selbständig Futter aufzunehmen, mehrere Futterstellen anlegen oder etwas Futter auf den Boden streuen. Es kann sein, wenn die Alten nicht mehr genug füttern, daß der Napf von den Jungen nicht gefunden wird, und sie würden in diesem Fall verhungern. Damit sie auch das Körnerfütter aufnehmen, dieses in den ersten Tagen durch eine Mühle laufen lassen, um ihnen die Futteraufnahme zu erleichtern.

Ab der vierten Woche sind die Jungen selbständig und können abgesetzt werden Aber bis es soweit ist können immer noch Schwierigkeiten auftreten. Bisweilen geschieht dieses durch die Unbeständigkeit zu junger Weibchen, die einfach die erbrüteten Jungvögel nicht weiter aufziehen. Hier helfen manchmal Ammen wenn man Glück hat, und gerade Vögel der gleichen Art Junge aufziehen.

Namentlich Weichfresser leisten erstaunliches in dieser Hinsicht, sie können es meistens nicht mit ansehen wenn Jungvögel im Nest betteln. Oft stehen dem Züchter solche unbezahlbaren Vögel nicht zur Verfügung, dann ist er gezwungen selbst Vater und Mutterstelle zu vertreten.


Copyright: Horst Edelmund
, Deutschland

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