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Der 3. Niedersächsische Waldvogel- und Cardueliden-Stammtisch
Artikel geschrieben von Thomas_Wendt

Am 28.11.1999, um 10.00 Uhr, trafen sich 30 Züchter und Liebhaber von heimischen Vögeln und Cardueliden zu ihrem 3. Stammtisch. Treffpunkt war wiederum der Vereinsraum der AZ-Ortsgruppe, Vogelfreunde Sande e. V.“ (271).

Die AZ-AEV-Gremiumsdelegierte der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen, F. Meier, eröffnete den Stammtisch und hieß alle Teilnehmer, es waren AZ-, VDW-, WVP- und DKB-Mitglieder anwesend sowie auch Züchter, die keiner Organisation angehören, herzlich willkommen.

Anschließend hieß auch das Organisationsteam die Teilnehmer willkommen. Besondere Grüße gingen an den stellvertretenden AZ-AEV-Bundesobmann, S. Beidel, an den 1. Vorsitzenden des WVP, G. Riedel, an den Geschäftsführer des WVP, L. Zebrowski und schließlich an den Referenten, Zuchtfreund 5. Kirschke. Nach einigen organisatorischen Punkten wurden Anmerkungen zur neuen Bundesartenschutzverordnung bekannt gegeben. Weiterhin wurde berichtet, dass die ins Leben gerufene Vogelvermittlung sehr gut angenommen wurde. Herr Zebrowski vom WVP legte kostenlos Probehefte aus, die bei den Teilnehmern sehr begehrt waren. Gesponsort wurde dieser 3. Stammtisch wiederum von der Futtermittelhandlung Blattner. Auch hier konnten sich die Besucher mit reichlich Info-Material und Futterproben eindecken. Nun bat der Referent um Gehör und ein sehr lehrreicher Dia-Vortrag begann. Um das Thema Fütterung und Zucht von Lebendfutter praxisnah erläutern zu können, hatte der Referent mehrere Lebendfuttersorten mitgebracht. Die Zucht der Mehl- und Getreideschimmelkäfer stand im Mittelpunkt dieses Themenkomplexes.

Als Basisfutter für diese Käfer und ihre
Larven dient Weizenkleie. Karotten und Apfel dienen als sogenanntes Feuchtfütter. Die Zucht und Ernährung der Käfer sollte
nach dem Motto „der Wurm ist nur so gut, wie man ihn füttert“ erfolgen. Übrigens gilt der Kot dieser Futtertiere als hervorragender Pflanzendünger. Der Referent wies darauf hin, dass die Futtertiere vor dem Verfüttern mit etwas Lebertran, Weizenkeim- oder Olivenöl angefeuchtet werden sollten, um sie anschließend in einem Vitaminpräperat panieren zu können.

Zu diesem Themengebiet machte Zuchtfreund K.-G. Viet noch einige Anmerkungen. Wie einige andere Weichfresserzüchter auch, kocht er
verschiedene Lebendfutterarten ab und friert sie anschließend ein. Ohne großen Aufwand zu betreiben, hat man immer gutes Futter parat. Natürlich müssen die Futtertiere vor dem abkochen gut ernährt worden sein. Nun begann der eigentliche Diavortrag, in dessen Verlauf auch eifrig diskutiert wurde. Die Anwesenden konnten hier von ihren eigenen Erfahrungen berichten oder Fragen stellen, die dann sofort ausführlich beantwortet wurden.

Zuchtfreund Kirschke stellte zunächst seine großzügige Volierenanlage vor. Hier stach natürlich seine 600 m2 — Voliere, die einen großen Naturteich mit breitem Schilfgürtel
beinhaltet, hervor. In dieser Voliere fühlen sich die Bartmeisen besonders wohl. Bei dieser Vogelart ging der Referent auch auf die Geschlechtsunterschiede bei den Nestlingen ein. So kann man schon nach wenigen Tagen eine Geschlechtsbestimmung vornehmen. Die Männchen besitzen einen gelben, die Weibchen hingegen einen dunklen Schnabel. Vom Rubinkehlchen wurden auch verschiedene Bilder der Nester gezeigt. Sie erinnern an Exotennester, da sie stets überdacht sind. Aufgrund der sehr guten Bildqualität, konnten die Geschlechtsunterschiede beim Bluthänfling sehr gut erläutert werden. Allerdings zeigen auch in der großen Voliere des Vortragenden die Männchen keine Rotfärbung auf der Brust oder an der Stirn. Nun beeindruckte der Rote Kardinal, der Zuchtfreund Kirschke im vergangenen Jahr sehr gute Nachzuchtergebnisse bescherte.

Beim Stieglitz wurde wiederum auf die Geschlechtsunterschiede eingegangen. Zusammenfassend kann man wohl
sagen, dass die rein schwarzen Flügeldecken der Männchen und das Rot über dem Auge die sichersten Geschlechtsmerkmale darstellen. Auch die Bilder des Erlenzeisigs bestachen. Die Polarbirkenzeisige und Schneeammern leiden nach Aussagen des Referenten doch sehr unter unserer Sommersonne. Bei diesen nordischen Arten müssen stets genügend Schattenplätze zur Verfügung stehen. Der große und robuste Rosenbrustkernknacker wurde als friedlich und als guter Sänger bezeichnet. Schöne Bilder folgten nun von den Sandregenpfeifern, die, da sie Nestflüchter sind, sehr schnell das Nest verlassen.

Haussperlinge wurden nicht nur im Naturkleid gezeigt, sondern auch als Mutationen in phaeo, leuzistisch weiß und cremefarben. Der Spiegelrotschwanz wurde als sehr ruhiger Vertreter bezeichnet, der durch sein interessantes Verhalten ein idealer Volierenvogel sei. Weitere sehr schöne Bilder wurden von folgenden Vogelarten gezeigt: Haubenlerche, weiß,- und rotsternige Blaukehlchen, Gebirgs- und Bachstelzen, Nachtigall, Amsel, Schwarz- und Braunkehlchen, Gartenrotschwanz, Wiedehopf, Sibirische Blaunachtigall, Japanblauschnäpper, Schwarzkopfgrünlinge, Vielfarbenfink, Buchfink, Purpurkronfink, Maskengimpel, Dompfaff, Hakengimpel, Girlitz, Rotstirngirlitz, Meisengimpel, Goldammer, Heidelerche, Weißscheitelrötel und schließlich die Schamadrossel. Zu allen Vögeln wurde etwas über Haltung, Fütterung und Aufzucht der Jungvögel gesagt. Weiterhin wurde auf das Thema Grabmilben eingegangen. Der heftige Applaus am Ende des Vortrages bzw. der Diskussion machte deutlich, dass alle Teilnehmer begeistert waren.




Im Anschluß an den Vortrag bestand die Gelegenheit zu einer Stärkung. Einige Vogelfreunde traten den Heimweg an und andere saßen noch zusammen, um über unser Hobby zu fachsimpeln. Der nächste Stammtisch wurde auf den 28. Mai 2000 terminiert. Hier soll dann wieder ein versierter Vogelzüchter seine Erfahrungen zum besten geben. Eventuell soll wieder eine Volierenbesichtigung angeboten werden. Zum Schluß gilt noch eine besonderer Dank an D. Beier und E Meier, die für das leibliche Wohl der Stammtischteilnehmer sorgten.




Copyright: Thomas Wendt, Wilhelmshaven, Deutschland




(Erstveröffentlichung AZ-Nachrichten 03/00)


Copyright: Thomas_Wendt
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