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Vogelkrankheiten und ihre Behandlung
Artikel geschrieben von Dr. Harry Cooper

Ektoparasiten

Räudemilben - Grint

Der Grintbefall, der sich primär beim Wellensittich um den Schnabel des Vogels zeigt, wird durch eine Milbe verursacht, die sich zunächst in diesem Bereich aufhält, da sie hier die günstigste Nahrungsquelle sieht. Dieser korallenähnliche Befall erstreckt sich jedoch auch auf andere Körperteile des Vogels wie unterhalb des Schnabels, Augenpartien, Ohrrändern, Bürzel- drüse, Analbereich, Flügelkanten und nicht zuletzt den Beinen. Das Nichterkennen dieses Befalls an den Stellen, die nicht ein- sichtig sind, ist das größte Problem in der Kontrolle dieser Erkrankung.

Die einfachste und heute am meisten angewandte Behandlung ist Ivormectin in einer 0,1 %igen Lösung. Ein Tropfen dieser Lösung im Nacken des Vogels verspricht eine 100 %ige Heilung. Aller- dings sollten alle Vögel im Bestand gleichermaßen behandelt werden. Um sicherzugehen, daß alle Milben erfolgreich bekämpft worden sind, ist diese Anwendung nach 8 Tagen zu wiederholen.



Rote Milbe

Am Tage wird man diese Milbe für gewöhnlich nicht am Vogel entdecken, wohl aber nachts. Tagsüber verkriecht sie sich in Ritzen und Spalten des Käfigs und des Nistkastens, wo man sie meistens auch entdeckt. Sie befallen die Vögel in der Dunkel- heit. Obwohl der Befall nicht lebensbedrohend ist, bedeutet es für den Vogel jedoch eine ständige Plage. Stark befallene Weib- chen verlassen dabei nicht selten das Gelege.

Wirksame Stoffe gegen diese Milbe sind Mittel, die Malathion, Carbaryl oder Pyrethrum enthalten, wobei Pyrethrum am wirksams- ten ist. Als ideale Bekämpfung hat sich ein Insekten-Strip er- wiesen, wie er heute in allen Haushalten Anwendung findet, vor- ausgesetzt, man beachtet die Raumgröße zum Wirkungseffekt des Strips. Der direkte Kontakt mit dem Strip sollte jedoch auf alle Fälle vermieden werden.



Andere Milben

Es gibt noch eine Reihe von Milben, die dem Wellensittich zu- setzen, doch ist deren Befall nicht bedrohlich. Einige setzen sich in den Federn des Vogels ab. Ihre Bekämpfung kann jedoch ebenso mit dem Insekten-Strip erzielt werden, der sich als ein Universalmittel gegen Milben herausgestellt hat.



Interne Parasiten

Luftsackmilben

Luftsackmilben kommen primär in den Atmungsorganen (wie Luft- röhre, Luftsäcke, Lunge und selbst Knochenzellen) vor. Bei Be- fall zeigt der Vogel pumpende Bewegungen mit dem Schwanz. Eine genaue Diagnose kann nur über eine Autopsie erstellt werden. Die Behandlung der erkrankten Vögel sieht so aus, daß man sie den Dämpfen eines Insekten-Strips aussetzt (wie bei der Roten Vogelmilbe) oder die Behandlung mit TN2 Ivormectin TN1 vor- nimmt. Als Breitspektrum-Antibiotikum hat sich Ampicillin in einem Mischungsverhältnis von 500 mg/4,5 ltr. Wasser bewährt, um einer Folgeinfektion durch diese Plage entgegenzuwirken.



Würmer

Es gibt eine Reihe von Würmern, von denen der Wellensittich befallen sein kann, wie z.B. Haarwürmer, Spulwürmer usw. Zur wirksamen Behandlung bieten sich mehrere Medikamente an, doch hat sich der Wirkstoff Fenbendazol bewährt, der allerdings bei der Behandlung von Kleinvögeln kritisch ist. Hier wird jedoch jeder Tierarzt ein passendes Medikament haben, was bei der Behandlung von Würmern Anwendung finden sollte.

Eine dreimalige Wurmkur pro Jahr halte ich für angemessen, um möglichen Befall zu vermeiden.



Krankheiten

Durchfall

Darmerkrankungen deuten in den meisten Fällen auf Parasiten- befall hin, hervorgerufen durch Bakterien wie Colibakterien oder Chlamydien. Man erkennt diese Erkrankung durch einfache Beobachtung. Bakterielle Erkrankungen verursachen eine hyper- aktive Verdauung, wobei das aufgenommene Futter nur teilweise verdaut wird. Der Kot riecht faul und zeigt eine grünliche Färbung wie bei einer Salmonellenerkrankung oder eine weiße wie beim Befall von Colibakterien. Im Fall von Chlamydien zeigt sich ein klebriger grüner Kot. Alle internen Organe sind ge- schwollen und erzeugen Fieber.

Hier ist eine Behandlung mit Tetracyclin, als Terramycin oder Aureomycin auf dem Markt bekannt, erforderlich.

Bei ernsthafter Erkrankung empfiehlt sich eine Mischung von 4 gr/4,5 Ltr. Wasser oder 500-1000 mg/4,5 Ltr. Wasser in weniger akuten Fällen. Eine Säuberung das Käfigs ist jedoch in jedem Fall angezeigt, um eine erneute Aufnahme von Bakterien aus dem nahen Umfeld des erkrankten Vogels zu vermeiden. Streß, hervorgerufen durch zu engen Besatz, ist zu vermeiden.



Kokzidien

Die Vögel scheiden in chronischer Form einen weißen, pasten- artigen Kot aus. Bei starkem Befall können innere Blutungen zum Tod des Vogels führen.

Bei Befall von Kokzidien hat sich Amprolmix Plus, 20 ml/4,5 Ltr. Wasser bewährt. Hierbei handelt es sich um ein relativ sicheres Medikament.



Chronische Atemstörungen

Die Anzeichen sind ähnlich der wie bei Luftsackmilben, wobei die Vögel einen wässerigen Kot ablassen. Ihr Atem ist leicht röchelnd. Chronische Atemstörungen bedeuten kein größeres Problem bei Wellensittichen Die Behandlung kann mit Galomycia vorgenommen werden.



Unterernährung

Jodmangel führt beim Wellensittich zu Schilddrüsenerkrankungen. Dies zu erkennen ist sehr schwierig in Verbindung mit anderen Atmungsstörungen. Schwerer Atem, der sich wie "eh, eh, eh" anhört, kann ein sicheres Indiz hierfür sein. Die Behandlung ist in der Form vorzunehmen, daß eine leichte Jodtinktur ins Wasser gegeben wird, mit der der Vogel (Vögel) einmal pro Woche getränkt wird.

Calcium, Phosphor, Vitamin D und Magnesium sind für den Skelettaufbau von Bedeutung. Calcium und Phosphor im Verhältnis von 2:1 in Verbindung mit Vitamin D sind von Wichtigkeit, um diese Spurenelemente in die Knochensubstanz einfließen zu lassen. Da die Hirsesorten ausreichend Phosphor, doch wenig Calcium enthalten, müssen Sepiaschalen, Kalksteine - oder auch Pulver zusätzlich gefüttert werden. Vitamin D kann bei Über- dosierung toxische Wirkungen haben, doch sollte, wenn verab- reicht, D3 genommen werden. Eine Stunde Tageslicht reicht jedoch aus, um den Bedarf an Vitamin D zu decken. Magnesium als weiteres Spurenelement verursacht bei Mangelerscheinung gekrümmte Zehen und geschwollene Beine.



Vermindertes Wachstum der Schwanzfedern

Sobald die Schwanzfeder aus dem Schaft bricht, verdickt sie sich und stirbt ab. Die Ursache hierfür ist unbekannt. Es hat den Anschein, als wenn Hennen hiervon stärker betroffen sind als Hähne. Befallene Vögel gesunden nicht.



Trichomonaden

Trichomonaden lagern sich im Kropf des Vogels ab und verur- sachen ein ständiges Würgen des Vogels. Der Kropf füllt sich mit Wasser.

Die Behandlung mit Emtryl sollte genau laut Vorschrift verab- reicht werden, da es in Überdosis zum Tod führen kann. Die genaue Dosis sollte mit einer Kropfkanüle dem erkrankten Vogel direkt in den Kropf gespritzt werden, da gerade fütternde Alt- vögel - wenn erkrankt - zu vermehrter Wasseraufnahme neigen.


Copyright: Dr. Harry Cooper
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