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Der Lizard
Artikel geschrieben von Olaf Hungenberg

ILF • Internationale Lizard-Freunde  -  Spezialclub für die
Rasse Lizard und ihrer Liebhaber



Es
ist unbestritten, daß der Lizard die älteste Positurkanarienrasse darstellt.


Der
Lizard hat im Laufe der Jahrhunderte kaum eine Veränderung durchgemacht.


In der „Taité des Serins de Canarie”(Auflage von 1713) von
Hervieux, wurden bereits 29 Variationen des Kanarienvogels aufgelistet.  Inmitten
dieser Liste eine Art, unter welcher einige Fachleute den Lizard sehen, obgleich
er nicht beim Namen genannt wird.


Eine
weitere Erwähnung über den Ursprung des Lizard findet sich in dem Buch „The
Bird Fancier´s Necessary Companion” datiert 1762, welches den Lizard ausführlich
beschreibt, unter anderem als „The fine Spangled Sort ......, welche vor Jahren
von Frankreich hierher gebracht wurde, aber seitdem in Bezug auf Farbe und Schönheit
durch englische Züchter verbessert wurde.”


Beide
vorangegangenen Zitate helfen, die allgemeine Annahme über die Herkunft zu festigen,
daß der Lizard seine Einführung nach England der Hugenottenflucht verdankt.
Nachdem Claude St. John folgendes darlegte: „seine früheste Geschichte in diesem
Land(England) ist geschlossen vereinigt mit der Hugenottenflucht”, legte er
sich auf ein sehr frühes Datum fest, indem er sagte: „Somit ist es so, daß der
Lizard sich bereits vor dem 16.Jahrhundert in einigen Städten wie Nottingham,
Middlesbrough, Norwich und London festsetzte.”


Der Versuch ist allerdings sehr schwierig, sich auf ein genaues
Datum seines Ursprunges in Frankreich festzulegen. 


Die
religiöse Verfolgung der Hugenotten began in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts(Bartholomäusnacht
1572) und dauerte fast ein ganzes Jahrhundert an(Edikt von Nantes) und wurde
erneut von Louis XIV. besonders verstärkt geführt(Widerruf des Edikts von Nantes
1685).


Auch
wenn wir es als selbstverständlich annehmen, daß die Flüchtenden auf ihrer Flucht
nach England ihre Lieblingskanarien mitnahmen, so ist es doch beeindruckend
wie in den Umständen der damaligen Zeit und dem Elend der Verfolgung, die Hugenotten
als wahre Tierliebhaber nicht ihre Lieblinge vergassen.


Tatsache
ist aber, daß der Lizard schon vor der eigentlichen Hugenottenflucht in Frankreich
existierte.


Wenn
der Lizard auch im Laufe der Jahre in England veredelt wurde, bleibt er im eigentlichen
Sinne eine französische Rasse.


Obgleich
er seine weitere Existenz nur der Liebhaberei der Hugenotten verdankte, blieb
er auch in England nicht vor Schicksalsschlägen verschont.


Bis zum ersten Weltkrieg war der Lizard nie zahlreich anzutreffen,
obgleich auf der legendären „Crystal Palace Show” in London bereits zum Mitte
des 19.Jahrhunderts Schauklassen für ihn eingerichtet wurden.  Die Hochburgen
der Lizardliebhaberei und Zucht waren Nottinghamshire und Lancashire.


Bis zum ersten Weltkrieg blieb der Lizard auf diese Gebiete
als Adoptivheimat bezogen und war auf auswärtigen Schauen nie zahlreich anzutreffen. 
Der Krieg versetzte allen Kanarienrassen einen herben Schlag, zumal der Bestand
der Lizard und einigen anderen Rassen nicht so groß war.  Der Lizard machte
eine schwere Zeit durch, hervorragende Züchter konnte man in der Zeit zwischen
den beiden Weltkriegen an einer Hand abzählen.


Im
2.Weltkrieg zahlte der Lizard wiederum ein hohes Tribut, sein Bestand schwand
dahin, bis die Rasse am Rande ihrer Existenz stand.


So wurde 1945 die „Lizard Canary Association” ins Leben gerufen,
gegründet von Robert H. Yates aus Wolverhampton.   Das Ziel dieser Organisation
bestand hauptsächlich darin, die verbliebenen Bestände zu erfassen.  Es wurde
Kontakt zu allen bekannten Lizardzüchtern und Interessierten aufgenommen und
anschließend eine Zählung der verbliebenen Bestände durchgeführt.  Diese Zählung
offenbarte, daß kaum mehr als 30 Paare rassetypischer Lizarde in England existierten. 
Alle Mühe zur Ermittlung von Beständen in anderen Teilen der Erde erwiesen sich
als negativ.


Alle erfassten Züchter wurden dazu aufgefordert für eine
ungewisse Zeit keine Vögel abzugeben.  Einen wertvollen Beitrag zu den allgemeinen
Bemühungen der LCA leistete der Herausgeber der Zeitschrift „Cage and Aviary
Birds”, welcher die Arbeit des LCA publizierte und somit ein ungeahntes Interesse
an dieser Rasse weckte.


Zwei Jahre später war die schlimmste Zeit überbrückt und
der Fortbestand der Rasse gesichert. Während dieser Zeit kehrte der Lizard auf
die Schaubühne zurück. Das Interesse wuchs unaufhörlich.  Bald schon fand der
Lizard seinen Weg nach Europa, USA, Canada, New Zealand und Südafrika.



Copyright: Olaf Hungenberg
Düsseldorf, Deutschland

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