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Stieglitz Carduelis c. carduelis ( LINNE)
Artikel geschrieben von Horst Edelmund

In der älteren Fachliteratur ist nur von mehreren europäischen Arten und von einigen asiatischen Unterarten die Rede. Unser heutiges Wissen über diese Arten ist erheblich erweitert. Das ist ein großer Fortschritt, vor allen für die Liebhaber und Züchter , denen die Haltung und Zucht dieser Vögel am Herzen liegt. Wie Konrad Lorenz, der bekannte Verhaltensforscher schon sagte, in einer artgerecht eingerichteten Voliere kann man diese Vögel fast noch besser studieren wie bei Freilandbobachtungen. Diese Beobachtungen und viele Zuchtberichte von erfahrenen Stieglitzzüchtern, haben dazugeführt das diese Vögel Artgerecht gehalten und gezogen werden.



Subspezies: = (Unterarten)

C. c. britanica ( HARTER)

C. c. parva ( TSCHUDI)

C. c. tsuchii (ARRIGONI)

C. c. niediecki ( REICHENOW)

C. c. major (TACZANOWSKI)

C. c. brevirostris (ZARUDNY)

C. c. loudoni ( ZARUDNY )

C. c. balcanica ( SACHTLEBEN)

C. c. bruniventris ( MARDELLE)



Die Gruppe der Graukopfstieglitze



Weicht in folgenden Merkmalen ab: Das Rot der vorderen Kopfhälfte ist reduziert, schwarze Zeichnung am Kopf fehlt.



C. c. caniceps ( VIGOR )

C. c. paropanasi ( KOLLIBY )

C. c. subulata ( GLOGER )



Vorkommen:


Eine in bis auf den äußersten Norden in ganz Europa brütende Finkenart, Kurzstrckenzieher, Teilzieher und Winterflucht. In Südeuropa ist der Stieglitz ein Standvogel. Überwintert wird im Brutareal von Westeuropa bis in das Mittelmeergebiet. Wegzug ab August, Heimzug ab Mitte März Bewohnt werden offene und halb offene Gebiete mit lockeren Baumbeständen und offenen Nahrungsarealen. Gemieden werden geschlossene Waldbestände.


NAHRUNG:


Ernährt sich je nach Jahreszeit von den Sämereien von Bäumen, Korbblütlern, Kraut und auch Staudenpflanzen. Dazu wird auch tierische Kost wie Blattläuse aufgenommen. Nahrungserwerb durch Pflanzensuchflüge im Areal. Samen werden meist direkt aus den Samenständen abgelesen, oder es werden die Hüllblätter aufgemeißelt.




BRUTVERHALTEN:


Genistet wird u. a. im äußeren Bereich einzeln oder locker stehender Bäume und in hohen Büschen. Die mit Flechten getarnten Nester werden z. B. aus Halmen, Moos und kleinen Wurzeln gebaut und mit Pflanzenwolle ausgelegt. Die 4 - 6 Eier sind bläulich weiß und besitzen rotbraune Ober und violettgraue Unterflecken sowie helle Haarlinien. Die Legeperiode beginnt frühestens Ende April. Das Weibchen brütet rund 12 - 13 Tage. Das Männchen versorgt seine Partnerin mit Nahrung. Die Jungen werden von beiden Eltern aus dem Kropf gefüttert. In der Regel 2 Bruten im Jahr


Haltung und Zucht


Nicht so lebhaft wie Nominatform sind die Graukopfstieglitze, sie züchten nicht so leicht wie diese. Man sollte ihnen eine Freivoliere, wo sie das Ganze Jahr über leben können, mit großzügigem Flugraum einrichten. Ein ungeheizter Schutzraum sollte zur Verfügung stehen. Den oberen Teil mit viel Gestrüpp ausstatten. Gut versteckt flache Nistkörbchen darin befestigen. Wenn möglich die Paare einzeln halten, damit es unter den Grauköpfigen keine Mischverpaarungen gibt. Diese Bedingungen gelten auch für Carduelis c. major, wenn auf Artenreinheit geachtet werden soll.


Die Nominatform unser so genannter einheimischer Stieglitz, ist einfacher zu züchten. Kann als winterharter Vogel das Ganze Jahr in der Außenvoliere bleiben, brüten auch, wenn sie im Schwarm gehalten werden. Es ist darauf zu Achten wer Unterarten hält, das diese dann auch in getrennten Schwärmen gehalten werden. Wenn es zu Streitigkeiten am Futternapf kommen sollte, müssen wir mehrere Näpfe mit Futter anbieten, vor allem in der Jungenaufzucht kann es zu diesen Beobachtungen kommen. Das Nistmaterial möglichst verteilen, hier können wir Moos, Wurzelfasern, Pflanzenwolle, Kokosfasern, Scharpi oder Aquariumwatte anbieten. Die Käfigzucht ist problemlos, gelingt aber nicht mit jedem Paar darum ist wohl die Artgerechte Haltung vorzuziehen.


Aber das Wichtigste ist die Ernährung, diese sollte immer vornan stehen im Zyklus der Jahreszeiten das Richtige Futter anbieten. Der animalische Anteil ist relativ unbedeutend, bezogen auf die gesamte Futtermenge gesehen. Bei der Jungenaufzucht werden vor allem Blattläuse aufgenommen und mit der gesamten Nahrung aus dem Kropf an die Jungen verfüttert. In der Hauptsache verzehren Stieglitze Sämereien, deren Anschaffung jahreszeitlich unterschiedlich ist. Es ist am besten man bringt ganze Pflanzenstauden in der Voliere an, wie Disteln, Kletten, Weberkarde, Kreuzkraut, Erlen, Birken, Ulmen und Obstbaumtknospen. Keimfutter aus verschiedenen Sämereien, die Körnermischung sollte nur aus den Sämereien zusammengestellt werden, die der Stieglitz auch in der Natur vorfindet. Es kommt häufig vor das Samen die sie nicht kennen verschmäht werden. Die Vögel zeitig vor der Zucht an ein Weichfutter gewöhnen, in der Zuchtzeit Pflanzenstängel die voll Blattläuse sind in die Voliere hängen, dann steht einer gesunden Aufzucht nichts mehr im Wege.


Die Stieglitze haben oft in der Paarung und Brutzeit, unter größeren Arten zu leiden wie Gimpel oder Grünfinken, diese müssen aus der Voliere entfernt werden damit ein ruhiger Brutablauf gesichert ist.


Copyright: Horst Edelmund
, Deutschland

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